„Was hilft gegen meine Falten – Botox oder Hyaluron?“ Diese Frage höre ich fast täglich. Die Antwort: Es kommt auf die Falte an. Beide Wirkstoffe arbeiten grundverschieden – und entfalten ihre Stärken bei völlig unterschiedlichen Problemen. Hier der Überblick.
Botulinum: für Falten, die durch Bewegung entstehen
Zornesfalte, Stirnquerfalten, Krähenfüße – diese Mimikfalten entstehen durch wiederholte Muskelanspannung. Botulinum entspannt gezielt die verursachenden Muskeln: Die Haut glättet sich, weil die ständige Knitterbewegung pausiert. Richtig dosiert bleibt die Mimik dabei natürlich – das Ziel ist ein entspannter, nicht ein eingefrorener Ausdruck. Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ein und hält etwa drei bis sechs Monate.
Hyaluron-Filler: für Volumen und statische Falten
Nasolabialfalten, Marionettenfalten, eingefallene Wangen oder schmale Lippen sind keine Muskel-, sondern Substanzprobleme: Hier fehlt Volumen. Filler auf Hyaluron-Basis füllen gezielt auf – mit sofort sichtbarem Ergebnis. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes und wird vom Körper über Monate abgebaut. Für die Voluminisierung des Gesichts setze ich zusätzlich Calcium-Hydroxylapatit ein, das die körpereigene Bindegewebsneubildung anregt.
Und was ist mit dem Fadenlift?
Wenn nicht einzelne Falten, sondern beginnende Erschlaffung das Thema ist – etwa an Wangen oder Kinnlinie – greifen Botulinum und Filler zu kurz. Hier kommt das Fadenlifting ins Spiel: Selbstauflösende Fäden straffen das Gewebe und regen die Kollagenbildung an. Bei stärkerer Erschlaffung sind Endolift oder ein Facelift die wirksameren Optionen.
Die Kombination macht’s
In der Praxis kombiniere ich häufig: Botulinum für die obere Gesichtshälfte, Filler für Volumen in der unteren – jeweils sparsam und aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis wirkt frischer und natürlicher als jede Einzelbehandlung in hoher Dosis. Mein Grundsatz: Nicht alles, was machbar ist, sollte gemacht werden.
Häufige Fragen
Tut die Behandlung weh?
Beide Behandlungen erfolgen mit feinsten Nadeln und sind gut erträglich; auf Wunsch betäube ich die Haut vorab mit einer Creme.
Wie schnell bin ich wieder gesellschaftsfähig?
Sofort. Kleine Rötungen oder Schwellungen an den Einstichstellen klingen meist innerhalb von Stunden ab.
Was passiert, wenn ich nicht nachbehandle?
Die Wirkung lässt einfach nach und der Ausgangszustand kehrt allmählich zurück – es entsteht kein „Rebound“ und nichts wird schlimmer als zuvor.
Welche Falte stört Sie? Im Beratungsgespräch in meiner Hamburger Praxis kläre ich mit Ihnen, welcher Wirkstoff – oder welche Kombination – zu Ihrem Gesicht passt: 040 41928088 oder über Doctolib.